Zutatenlexikon
Calvados
Bernsteinfarbener Apfelbrand aus der Normandie mit fruchtigen, würzigen und je nach Reifegrad feinen Holznoten.

Küchenwissen
Geschmack und Verwendung
Calvados eignet sich zum Ablöschen und Flambieren von Schweinefleisch, Geflügel und Apfelgerichten sowie zum Aromatisieren von Rahmsaucen und Desserts. Zum Flambieren die Pfanne vom Dunstabzug wegziehen, den Alkohol abgemessen zugeben und mit einem langen Streichholz entzünden. Nie direkt aus der Flasche in die heiße Pfanne gießen. In kalten Speisen und nach kurzem Erhitzen bleibt Alkohol erhalten; für eine alkoholfreie Variante naturtrüben Apfelsaft mit wenig Zitronensaft verwenden.
Gut zu wissen
Einkauf und Lagerung
Einkauf
Auf die geschützte Herkunftsbezeichnung Calvados und eine unbeschädigte, dicht verschlossene Flasche achten. Für Saucen genügt ein ausgewogener junger bis mittel gereifter Calvados; sehr alte Qualitäten sind zum Kochen meist unnötig. Das Etikett nennt häufig das Anbaugebiet und die Reifestufe.
Saison
Ganzjährig erhältlich. Die Äpfel für Calvados werden in der Normandie überwiegend im Herbst geerntet; der Brand reift anschließend mindestens zwei Jahre im Holzfass.
Lagerung
Aufrecht, fest verschlossen, dunkel und bei gleichmäßiger Raumtemperatur lagern. Hitze und direktes Sonnenlicht vermeiden. Nach dem Öffnen bleibt Calvados lange verwendbar, verliert in einer fast leeren Flasche jedoch allmählich Aroma. Außer Reichweite von Kindern aufbewahren.
Für diese Zutat werden noch keine ausreichend belastbaren Nährwerte veröffentlicht.
Aus der Licinius-Küche
Rezepte mit Calvados

Gefüllte Crêpes mit Calvados-Apfel
Dessert aus dem Kochbuch 2011.

Schweinekotelett mit Apfel-Calvados-Rahm
Saftiges Schweinekotelett in feiner Apfel-Calvados-Rahmsauce mit goldbraun karamellisierten Apfelringen – ein klassisch normannisches Schmorgericht.

Überbackene Crêpes
Dünne Crêpes mit Calvadoscrème, unter dem Grill karamellisiert.